Die EU-KI-Verordnung ((EU) 2024/1689) ist seit August 2024 in Kraft – und viele Unternehmen stehen vor derselben Frage:
Betrifft uns das überhaupt? Und wenn ja: Was müssen wir konkret tun?
Genau hier setzen wir an. Wir übersetzen komplexe KI-Regulierung in klare, umsetzbare Handlungsschritte für dein Unternehmen. Keine theoretischen Gutachten, sondern praxisnahe Entscheidungsgrundlagen.
Unser AI Act Quick Check haben wir speziell für Unternehmen entwickelt, die rechtssicher KI-Tools nutzen oder auch anbieten wollen.
Nun wollen wir mal herausfinden, ob dein Unternehmen unter die Vorschriften der KI Verordnung fallen.

Wer fällt unter die KI-Verordnung?
Die KI-Verordnung gilt für deutlich mehr Unternehmen, als viele zunächst denken. Betroffen bist du, wenn du:
- KI-Systeme entwickelst oder bereitstellst (auch wenn du selbst nicht als „Tech-Unternehmen“ auftrittst)
- KI-Systeme unter eigenem Namen in Verkehr bringst (z.B. White-Label-Lösungen)
- KI-Systeme geschäftlich nutzst – etwa in HR, Kundenservice, Produktion oder Marketing
- KI-Systeme importierst oder vertreibst
Entscheidend ist: Auch die bloße Nutzung von KI kann dich zum Adressaten der Verordnung machen – insbesondere bei Hochrisiko-Anwendungen.
Typische Beispiele aus der Praxis:
- Mittelständische Produktionsbetriebe mit KI-gestützter Qualitätskontrolle
- Personaldienstleister, die KI-basierte Bewerbungsscreenings einsetzen
- Online-Händler mit KI-gesteuerten Empfehlungssystemen
- Unternehmen, die Chatbots im Kundenservice verwenden
- Firmen, die KI für Bonitätsprüfungen oder Vertragsanalysen nutzen
Die vier Risikokategorien: Deine Pflichten auf einen Blick
Die KI-Verordnung arbeitet mit einem risikobasierten Ansatz. Je höher das Risiko, desto strenger die Anforderungen:
1. Verbotene KI-Systeme (Art. 5 AI Act)
Verbotene KI-Systemen nutzt du eher unwahrscheinlich in deinem Unternehmen. Darunter fällt die KI-Nutzung, die folgende Zwecke verfolgt: z.B. Social Scoring durch Behörden, biometrische Echtzeit-Fernidentifikation im öffentlichen Raum (mit Ausnahmen), manipulative Techniken, die Schaden verursachen oder Ausnutzung von Schutzbedürftigkeit.
Deine Pflicht, solltest du tatsächlich mit deinem Unternehmen solche Zwecke bei der KI-Nutzung verfolgen: Sofortige Einstellung solcher Systeme. Bußgelder bis zu 35 Mio. EUR oder 7% des weltweiten Jahresumsatzes.
2. Hochrisiko-KI-Systeme (Art. 6, Anhang III)
Hochrisiko KI-Systeme kommen schon eher in der Praxis vor. Da müsstest du auf die KI-Nutzungen und ihre Zwecke in deinem Unternehmen genauer schauen.
Typische Anwendungsfälle:
- Personalauswahl und Mitarbeiterüberwachung
- Zugang zu Bildung und Berufsbildung
- Kreditwürdigkeitsprüfungen
- Biometrische Identifikation
- Kritische Infrastruktur
- Notfalleinsätze
Must-have To-dos:
- Risikomanagementsystem einrichten (Art. 9)
- Datengovernance sicherstellen – Trainings- und Testdaten dokumentieren (Art. 10)
- Technische Dokumentation erstellen und pflegen (Art. 11)
- Automatische Protokollierung implementieren (Art. 12)
- Transparenz schaffen – Nutzer müssen informiert werden (Art. 13)
- Menschliche Aufsicht gewährleisten (Art. 14)
- Konformitätsbewertung durchführen (Art. 43)
- CE-Kennzeichnung anbringen (Art. 49)
- EU-Konformitätserklärung ausstellen
Zeitachse: Vollständige Anwendbarkeit ab 2. August 2026
Bußgeldrisiko: Bis zu 15 Mio. EUR oder 3% des Jahresumsatzes
3. KI mit begrenztem Risiko (Art. 50)
Solche Systemen finden sich mittlerweile in sehr vielen Unternehmen. Sie betreffen vor allem Chatbots und Conversational AI, Emotionserkennungssysteme, Deepfakes und synthetische Inhalte.
Must-have To-dos:
Transparenzpflichten erfüllen – Nutzer müssen wissen, dass sie mit KI interagieren
Bei synthetischen Inhalten: Kennzeichnungspflicht
Dokumentation der Nutzungsbedingungen
Zeitachse: Größtenteils bereits ab 2. Februar 2025 anwendbar
4. Minimales Risiko
Die meisten KI-Anwendungen fallen in diese Kategorie – etwa einfache Spam-Filter oder Empfehlungssysteme ohne sensible Entscheidungen.
Pflichten: Weitgehend freiwillige Verhaltenskodizes (Art. 95)
Mehr zu den KI-Systemen haben wir in unserem Artikel „Was ist ein KI-System? „
Dein konkreter Fahrplan: Der AI Act Quick Check
Viele Unternehmen wissen nicht, wo sie stehen. Genau dafür haben wir den AI Act Quick Check entwickelt.
Was du bekommst:
1. Bestandsaufnahme deiner KI-Nutzung
Wir identifizieren gemeinsam, wo in deinem Unternehmen KI-Systeme zum Einsatz kommen – oft mehr, als auf den ersten Blick ersichtlich.
2. Klare Risikoeinstufung
Jeder Use Case wird präzise kategorisiert:
- Verboten? → Sofortmaßnahmen erforderlich
- Hochrisiko? → Compliance-Roadmap notwendig
- Begrenztes Risiko? → Transparenzpflichten beachten
- Minimales Risiko? → Keine unmittelbaren Pflichten
3. Konkrete Handlungsempfehlungen
Für jeden identifizierten Anwendungsfall bekommst du
- die relevanten Pflichten und Risiken im Überblick
- Priorisierung nach Dringlichkeit
4. Ergebnis-Memo
Kompakt aufbereitet für deine Geschäftsführung – keine 50-seitigen Gutachten, sondern handlungsorientierte Entscheidungsvorlagen.

Warum gerade jetzt handeln?
- 2. Februar 2025: Verbotene KI-Systeme müssen eingestellt sein
- 2. August 2025: Erste Pflichten für Hochrisiko-Systeme greifen
- 2. August 2026: Vollständige Anwendbarkeit der Hochrisiko-Anforderungen
- 2. August 2027: Auch bestehende Hochrisiko-Systeme müssen compliant sein
Unternehmen, die jetzt die Weichen stellen, vermeiden:
- Hohe Bußgelder und Reputationsschäden
- Hektische Last-Minute-Maßnahmen
- Wettbewerbsnachteile gegenüber regulierungskonformen Mitbewerbern
Für wen ist der AI Act Quick Check ideal?
- Mittelständische Unternehmen, die KI nutzen, aber keine eigene Rechtsabteilung haben
- Geschäftsführungen, die schnell Entscheidungssicherheit brauchen
- Unternehmen in der Digitalisierung, die ihre KI-Strategie absichern wollen
- Alle, die wissen wollen: Sind wir betroffen – und wenn ja, wie sehr?
Der Unterschied zu IT-Beratern
IT-Berater können Ihnen Systeme implementieren. Wir übersetzen die rechtlichen Anforderungen in technische und organisatorische Maßnahmen – und umgekehrt. Wir sprechen beide Sprachen: Jura und Business.
Aus Unsicherheit wird Handlungsfähigkeit
Die KI-Verordnung mag komplex sein – deine Antwort darauf muss es nicht sein. Mit dem AI Act Quick Check erhältst du in kurzer Zeit die Klarheit, die du für fundierte unternehmerische Entscheidungen brauchst.
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Achtung, nicht nur DSGVO überschneidet sich stark mit der KI-Verordnung. Hier lernst du, dass auch Cyber Resilience Act einen Einfluss auf dein Unternehmen haben könnte – unser Artikel „CRA vs AI-Act: Ein Leitfaden zur regulatorischen Überschneidung„.




